Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich einem meiner liebsten Kollegen – und gleichzeitig zehn weiteren – eine meiner Ecorollen zum Testen in die Hand gedrückt. Ganz ehrlich: Ich war überzeugt, dass sie alle begeistert sein würden. Schließlich hatte ich selbst seit Jahren keine Baumwollhandtücher mehr angefasst – warum auch? Kein Waschen, kein Trocknen, kein Falten. Für mich war die Sache klar.
Die Rückmeldungen waren spannend.
Ein paar waren sofort begeistert.
Andere fanden’s „eh gut“.
Und mein Lieblingskollege? Der meinte:
„Ja, das Handtuch ist super. Aber ich will auf den Komfort eines Baumwollhandtuchs nicht verzichten.“
Autsch.
Aber auch das gehört dazu.
Selbst die Besten der Branche dürfen anders denken als ich – logisch.
Ich fand’s schade, aber ich hab’s akzeptiert.
Ein paar Wochen später saßen wir zufällig bei einem guten Essen mit Freunden.
Und da kam’s:
Er lobte mein Ecorolle-Tuch plötzlich in den höchsten Tönen.
Aber nicht für den Friseurstuhl.
Sondern für seine Werkstatt.
„So gute Reinigungstücher hatte ich noch nie“, sagte er. „Zum Motorradpolieren, zum Autoaufbereiten – einfach genial.“
Ich musste lachen. Ganz ehrlich: Das weiß ich ja längst.
Aber ich kann nun mal nicht überall gleichzeitig anfangen.
Also habe ich vorerst im Friseurmarkt begonnen – mit Leuten, die ich kenne, die mir vertrauen, und mit denen ich auf Augenhöhe spreche.
Und dann kam, wie so oft, das Leben dazwischen:
Durch meine Frau Julia Zötsch, die seit Jahresbeginn Geschäftsführerin von Kalk & Kegel ist, hat sich plötzlich eine neue Tür geöffnet – zur Welt der Winzerinnen und Winzer, und zwar der besten der besten. Jene, die Bio nicht nur sagen, sondern leben.
Und ich freue mich riesig, diese neue Zielgruppe bedienen zu dürfen.
Dass dabei auch regelmäßig guter Wein auf meinem Tisch landet?
Ein absoluter Glücksfall.
Wer weiß, vielleicht hat mein Kollege ja recht.
Vielleicht kommen die Bastler, Sammler und Liebhaber schöner Dinge – Motorräder, Oldtimer, Cabrios – irgendwann von selbst.
Denn mal ehrlich:
Wer sich ein teures Auto kauft, wird beim Putzen wohl kaum sparen wollen.
In diesem Sinn
Herzlichst
Rudi Zötsch